Argo Astronautics

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Galactic Guide / Portfolio
Argo Astronautics
Galactic Guide Argo Astronautics Titelbild.jpg
Veröffentlichung 22.09.2016
Besetzung Alana Redmond
Themenliste Personentransport
Schienenfahrzeuge
Frachttransit
Comm-Link Comm-Link:15528
RSI RSI
Übersetzung Übersetzung

Zeit zu gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Argo Astronautics

Auch wenn es in der Öffentlichkeit keine besonders bekannte Firma ist, hat dank der Tatsache, dass ihre Produkte für industrielle Zwecke eingesetzt werden, Argo Astronautics sicher bereits einen Einfluss auf euer Leben gehabt. Von der frischen Ladung Bohnen in eurem Morgenkaffee bis hin zur Verbindungsfähre, die ihr auf dem Weg ins Büro nehmt, hat sich Argo in seinen sieben Jahrhunderten Existenz zu einer Institution entwickelt. All das dank einer abwechslungsreichen Produktlinie inklusive Shuttles und Versorgungsfahrzeuge. Auch wenn die Firma mittlerweile so weit verbreitet ist, hat sie mal sehr klein angefangen.

Im Jahre 2243, nach fast 100 Jahren des Personen- und Warentransports durch Nord- und Südamerika, benötigte die alternde und komplexe Trans-America Maglev Schienenlinie eine dringende Instandsetzung. Mit einer Spannweite von Barrow (USA) bis nach Punta Arenas (Chile) war es die drittlängste Strecke kontinuierlicher Mono-Track-Schienen auf dem Planeten Erde und transportierte täglich tonnenweise Ladung. Da die suborbitalen Transfers aber immer größere Anteile auf dem Frachtmarkt erhielten, wollten wenige Firmen die Herkulesaufgabe auf sich nehmen, ihre bestehenden Linien aufzurüsten.

Auch wenn mehrere Regierungsorgane versuchten, Investitionen für die Infrastruktur voranzutreiben, erhielten diese Pläne nie die kritische Masse für aktive, finanzielle Förderung. Alle Augen richteten sich auf die wachsende Gesellschaft auf dem Mars, während die neuen, schnelleren Quantum Drives von Roberts Space Industries immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen. Dies führte auch dazu, dass mehr Geld in die Ausbreitung der Menschheit in unserer Ecke des Sonnensystems führte. Als dann Verzögerungen und Zusammenbrüche auf den Schienen immer regelmäßiger auftraten, deutete alles darauf hin, dass deren Schicksal besiegelt wäre. Allerdings dachte eine junge Zug-Ingenieurin, dass sie die Lösung hätte.

Ein Schritt in die richtige Richtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alana Redmond wuchs auf der Trans-Am Linie auf und verbrachte einen Großteil ihrer Jugend in Begleitung ihrer Mutter, die als Schichtleiterin an Bord des Zuges arbeitete. Während sie sich von Stadt zu Stadt bewegten, war Alana fasziniert davon, wie die Schienen die Welt zusammen brachten. Oder dass man, obwohl man Daten und Informationen quer über den Globus beamen konnte, immer noch Leute wie ihre Mutter brauchte, die unermüdlich daran arbeiteten, physisch Güter von einem Kontinent zum anderen zu transportieren. Sie liebte es, mit jedem der wollte darüber zu diskutieren, wie es so war, auf den Schienen unterwegs zu sein. Daher war es auch keine große Überraschung für ihre Familie, dass sie nach ihrem Studium damit begann, bei Trans-Am als Assistenz-Ingenieur zu arbeiten.

Es war für die Crew nicht unüblich, den Zug für Notfall-Reparaturen des alternden Mono-Track anzuhalten, wenn die Sensoren Vibrationsanomalien der Spulen detektierten. Der schwierige und exakte Präzision benötigende Reparatur-Prozess würde den ganzen Zeitplan verzögern, da die Vorbereitungen, das Verbinden und Neuausrichten einfach Zeit brauchten. Plus, je älter die Strecke wurde, desto mehr Reparaturen waren notwendig, was gleichzeitig die Verzögerungen häufiger und länger machte. Dies bedeutete, dass eine einzige Reparatur einen riesigen, finanziellen Verlust für die Fahrt bedeutete, aber auf Reparaturen gänzlich zu verzichten, würde das Risiko für Komplettausfälle und noch längere Verzögerungen erhöhen.

Eines Tages, als sie auf das Setzen einer Levitationsspule wartete, bemerkte Alana ein Stück Schrottmetall, welches durch die magnetischen Kräfte so verdreht worden war, dass ein Zug irrtümlich hätte darüber fahren könnte. Die Biegung des Metall war genau das Ergebnis, welches auch das Reparatur-Equipment beim zusammenflicken verursacht hätte. Die Zahnräder in ihrem Hirn begannen sich zu drehen und sie stellte die Theorie auf, dass sie die vom Zug generierten Kräfte nutzen könnte, um die Reparatur zu beenden, da der ursprüngliche Reparaturvorgang deutlich zeit- und arbeitsintensiver gewesen wäre. Davon inspiriert zeichnete sie sofort ihre Pläne auf, auch wenn sie wusste, dass sie ihre Idee nicht auf der aktuellen Tour würde testen können. Stattdessen kontaktierte sie einen Freund, der auf dem Lagerplatz arbeitete, um die Tests mit einem der dortigen, ausgemusterten Motoren durchführen zu können. Mit den Designparametern und einer Teststrecke brauchte Alana all ihre Urlaubstage auf und verbrachte zwei Wochen damit, Schienenverbindungen zu schweißen.

Als die Zeit vorbei war, war ihr klar, dass sie an etwas Großem dran war, musste aber eine Entscheidung treffen. Nervös und aufgeregt kündigte Alana ihren Job und nutzte all das von ihr und ihrer Mutter gesparte Geld, um in Vollzeit mit der Entwicklung ihres neuen Reparaturprozesses zu beginnen. Sechs Monate später, im September 2243, wurde ein Patent von AR-Go Technologies für ein automatisiertes Mono-Track Reparatursystem beantragt, welches an einen Zugwaggon angebaut werden konnte. Der Firmenname basierte auf Alanas Initialen, eine Idee ihrer Mutter. Das System konnte nicht nur die traditionelle Reparaturmethode ersetzen, sondern wenn alle Wagen mit der Technik ausgerüstet werden würden, könnte die Strecke während der Fahrt fast auf einen „Wie neu“-Status restauriert werden. Dadurch könnte deren Laufzeit unbegrenzt verlängert werden und sogar einige der neueren Supraleiter-Züge könnten die älteren Mono-Tracks nutzen. Die Nachfrage nach dem Reparatursystem war enorm, mit Bestellungen von allen größeren Zuglinien. AR-Go Technologies wurde ein massiver Erfolg und revitalisierte die Zug-Industrie im Alleingang praktisch über Nacht.

Nächster Halt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe der nächsten paar Jahrzehnte brachten Alana und AR-Go Technologies immer wieder neue Innovationen hervor – eine schnellere Ankopplungsmethode, neue Passagiermanagement Systeme und ein Vibrations-Ladegerät, um nur ein paar zu nennen. Bald, mit dem Kauf von Todairo Manufacture und einer Namensänderung zu Argo Transportation, gingen sie zur eigenen Zugproduktion über. Die hohen Standards und Beständigkeit ihrer Maglev-Waggons machte sie schnell zum Industrieführer. Dieser rapide Erfolg und Expansion führte bald zu Alanas kühnstem (und letztem) Projekt mit der Firma, die sie gegründet hatte. Ein Projekt, welches AR-Go in eine komplett neue Richtung führte – weg von der Erde.

Port Renatus (Mars) war groß genug geworden, dass die Stadt nach Angeboten für ein öffentliches Personentransport-System suchte. Auch wenn Argo noch nie ein komplettes Transit System von Grund auf gebaut hatte, führte Alanas leidenschaftliche Präsentation vor der Stadtregierung dazu, dass sie den Vertrag bekam. Leider sollte sie nicht lange genug leben, um ihre Vision für einen sogenannten „sternenförmigen, verbundenen Transitknotenpunkt“ zum Leben erweckt zu sehen. Allerdings gilt Port Renatus Rapid Transit System bis heute als eines der elegantesten Designs für den öffentlichen Personentransport.

Auch wenn Alana Redmond nicht mehr da war, um die Operation zu leiten, sorgte Argos Erfolg auf dem Mars dafür, dass die Firma auch ohne sie weiterleben konnte. Weitere größere Verträge auf verschiedenen Planeten würden bald folgen, inklusive der Prime Transit Metrorail auf Terra und die Municipal Transit Line auf Angeli. Jedoch beschlossen die Firmenvorstände nach Alanas Tod einen weiteren großen Schritt – das erstmalige Zurücklassen des Schienengeschäfts.

Auf dem Weg in die Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Ziel, ihre Dienste und Netzwerke weiter zu verbessern, hatte Argo ein dediziertes Team von Designern, die Problemstellen aufspürten, welche Kandidaten für Verbesserungen sein könnten. Während sie Verspätungen ihrer Lastzüge analysierten, fanden sie heraus, dass oft der größte Einfluss auf den Fahrplan nicht vom Schienensystem ausging, sondern von den Wartezeiten durch den Transferprozess an den verschiedenen Häfen. Güter von und auf die Züge zu laden, konnte signifikante Mengen Zeit kosten und war außerdem oft Verkehrsproblemen unterworfen. Um diesen Prozess zu verbessern, suchte Argo nach einer Möglichkeit, die Transfers selbst zu kontrollieren.

Die Lösung wurde im Kauf von Telluman Shipworks gefunden, einer schwächelnden Firma, die sich auf die Herstellung von Erholungsshuttles spezialisiert hatte. Durch Nachrüstung der Fabriken von Telluman auf Cassel, gelang es Argos Ingenieursteam, ein Orbital Utility Craft (OUC) zu entwickeln, welches Ladungscontainer direkt von Frachtern auf die Zugwaggons transportieren konnte. Indem sie ihr Kupplungssystem in das Gerüst des Fahrzeugs integrierten, gelang es ihnen, den Verladeprozess signifikant zu optimieren. Es dauerte nicht lange, bis das OUC ein größeres Publikum fand als nur Argos eigene Transit Systeme.

Als mehr und mehr Piloten die Erfahrung mit der robusten Leichtigkeit der OUC Operationen machten, begannen sie damit, das Fahrzeug aus zweiter Hand zu kaufen und es für ihre eigenen Zwecke auszurüsten. Argo steigerte die Produktion im Jahre 2619, nachdem sie diese Nachfrage mitbekommen hatten, und veröffentlichten das Argo Multi-Purpose Utility Vehicle. Ihr erstes Modell, das der Öffentlichkeit zur Verfügung stand. Bei der ersten Veröffentlichung des Fahrzeugs gab es nur ein MPUV Cargo, aber bald folgten auch Varianten für den MPUV Personnel, Rettungskapseln, Reparaturmodule und mehr. Wenn es etwas zu tun gab, existierte eine Argo-Variante dafür.

Der Erfolg des MPUV ermöglichte es Argo, ihre Schiffsabteilung zu vergrößern, bis diese sogar größer als ihre Boden-Transit-Abteilung war. Eine Restrukturierung interner Prioritäten führte zu einer weiteren Namensänderung und somit entstand 2665 der Name Argo Astronautics, der heute so viele Stützen des Transports ziert. Heute produziert Argo eine weite Palette von Nutz- und Transportfahrzeugen – von Shuttles und Niedrigatmosphärentransporter bis zu Wiedereintrittskapseln. Sie alle zusammen sind dafür gedacht, Menschen und Güter des Empires dort hin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Selbst das Militär nutzt das MPUV für seine Versorgungsaufgaben. Und auch wenn sich der Aufgabenbereich von Argo Astronautics seit den Tagen von Alana ausgeweitet hat, besteht jedoch weiterhin die Hingabe dazu, Dinge auf die bestmögliche Art zu erledigen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Star Citizen Wiki Logo.png Comm-Link Artikel 15528 vom 22 September 2016 in diesem Wiki